Hotspot des Monats Juli - Brombeeren

06.07.2018


Lecker oder lästig - Brombeeren können beides sein.

Manch einer hat es vielleicht schon erlebt. Man steckt sich eine reife Brombeere in den Mund, freut sich auf ein süßsäuerliches Geschmackserlebnis– und ist enttäuscht, wenn die Frucht eher fad daherkommt. Wer sich Brombeeren genauer betrachtet, merkt rasch, dass die Unterschiede sich nicht auf die Kulinarik beschränken. Ob Stacheln, Blätter oder Blüten – Brombeeren sind sehr vielgestaltig. Die Brombeere an sich gibt es nicht. Ganz im Gegenteil. Allein in Westfalen unterscheiden die (wenigen) Experten je nach Betrachtungsweise bis zu 200 Arten, die vielfach als natürliche Klone entstanden sind. Was denjenigen,  die in Brombeeren vor allem das Gelee auf dem Frühstücksbrot oder den leckeren Likör sehen, ziemlich egal sein dürfte. Das althochdeutsche Wort für Brombeere ist übrigens bramberi, was so viel bedeutet wie „die Beere des Dornenbuschs.“ Ganz korrekt ist das nicht: Denn die Dornen sind in Wahrheit Stacheln – piksen tun sie aber trotzdem

Brombeeren sind einerseits wichtige Nist- und Nährgehölze für viele Vögel und Insekten. Andererseits breiten sie sich seit einiger Zeit zunehmend in Lebensräumen aus, in denen sie früher keine so große Rolle spielten. Im Hotspot 22 gilt dies beispielsweise für Wälder auf nährstoffarmen Standorten, aber auch für Heideflächen und Magerrasen. Dort verdrängen sie konkurrenzschwache Pflanzen und verändern die Struktur des Lebensraum, was auch Auswirkungen auf die Fauna hat. Grund für den Vormarsch der Brombeeren sind die hohen Stickstoffeinträge aus der Luft, die durch die intensive Landwirtschaft sowie durch Abgase aus Industrie und Verkehr verursacht werden. Sie fördern das Wachstum der Brombeeren.




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