Hotspot des Monats November - die Gemeine Winterlibelle

03.11.2017


Unscheinbares Äußeres aber einzigartige Überwinterungsstrategie...

Die hellbraune Grundfärbung lässt uns die Gemeine Winterlibelle nicht direkt ins Auge springen. Auch die schillernde Zeichnung auf der Körperoberseite, die aus dunkelbrauen bis kupferfarbenen Flecken besteht, ändert nichts daran, dass sie für uns optisch unscheinbar erscheint.

Mit Ausnahme der Hinterleibsanhänge, sind die beiden Geschlechter in ihrem Äußeren nahezu identisch. Sie sind in der Lage ihre Flügel in einer Ruhelage zusammen zu legen. Obwohl die Gemeine Winterlibelle äußerlich sehr unauffällig und unscheinbar auftritt, gibt es etwas Einzigartiges an ihr – ihre Überwinterungsstrategie. Sie ist die einzige Libellenart in Deutschland, die als erwachsene Libelle überwintert und nicht, wie z.B andere als Larve.

Für die Überwinterung sucht sie sich ein Winterquartier, welches von ihrem eigentlichen Lebensraum, Gewässern mit röhrichtbewachsenen Ufern, weit entfernt liegt. Die gemeine Winterlibelle setzt sich z. B auf einem Pflanzenstängel und klammert sich dort den ganzen Winter über fest. Dabei kann es sogar sein, dass sie sich komplett einschneien lässt. Dennoch kann sie sich auch bei Temperaturen im Minusbereich noch leicht bewegen, um sich z.B. auf die Hinterseite des Pflanzenstängels zu drehen.

Diese einzigartige Überwinterungsstrategie bietet der gemeinen Winterlibelle eine spezielle ökologische Nische mit wenig Konkurrenz.Bereits im April ist sie wieder an den Gewässern vorzufinden, zu einem Zeitpunkt, an dem sich noch keine Libellenlarven von anderen Arten fertig entwickelt haben. Sie sind also die ersten Libellen an den Gewässern. Dies bietet den gemeinen Winterlibellen einen großen Vorteil: Sie können sich nach der Paarung die besten Plätze für ihre Eiablage aussuchen. 




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