Hotspot des Monats Oktober: das Schmalblättrige Greiskraut

12.10.2017


Gut oder gefährlich? An "Neubürgern" scheiden sich die Geister.

Seitdem der Mensch Handel treibt, kommen Pflanzen und Tiere aus aller Herren Länder als „blinde Passagiere“ zu uns. Die meisten dieser Neubürger können sich nicht dauerhaft bei uns etablieren. Anders das Schmalblättrige Greiskraut. Es wurde mit Schafwolle aus Südafrika „importiert“ und tauchte erstmals 1899 in Deutschland auf. Danach dauerte es weitere 70 Jahre, bis die Art richtig durchstartete. Dann aber mit Vollgas: Entlang von Schienen und Straßen machte sich das Greiskraut auf Eroberungstour durch ganz Deutschland. Heute schmücken sich auch im Hotspot 22 viele Autobahnmittelstreifen bis in den Winter hinein mit einem gelben Band. Längst hat das Greiskraut die Verkehrswege verlassen und sogar in Dünen oder an Felsköpfen Wurzeln geschlagen. Ob es dort eine Gefahr für einheimische Pflanzen ist, darüber scheiden sich die Geister noch. Das Greiskraut scheint aber toleranter gegenüber seinen Gastgebern zu sein als andere Neuankömmlinge wie die Herkulesstaude, das Drüsige Springkraut oder die Goldrute. Sie sind Beispiele dafür, dass Neuankömmlinge auch eine Bedrohung für die biologische Vielfalt sein können, weil sie heimische Arten verdrängen.

Aber nicht nur das: Manchmal bringen sie Krankheiten mit, gegen die sie selbst resistent sind, nicht aber ihre heimischen Verwandten. Ein Beispiel ist die Krebspest, eine Pilzerkrankung, die von eingeführten amerikanischen Flusskrebsen übertragen wird und den europäischen Edelkrebs an den Rand des Aussterbens gebracht hat. 




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