Hotspot im August: Rosafarbene Tupfer - die Glockenheide

10.08.2017


Was haben Moorheide, Dopheide und Kuhheide gemeinsam? Es ist dieselbe Pflanze. Erica tetralix ist ihr offizieller Name.

Der gängigste Name ist „Glockenheide“. Die leuchtend, rosafarbenen Blüten sehen wie kleine Glöckchen aus. „Dop“ ist plattdeutsch und bedeutet „hohle Rundung“. Diese „hohlen  Rundungen“ beschreiben passend die Blütenform.  An weiteren Namen erkennt man, was die Glockenheide gerne mag: Feuchtigkeit, Licht, Nährstoffarmut und saure Bedingungen.

Ursprünglich war diese Art typisch für Heideflächen. Vor 200 Jahren war Deutschland von großen Heidegebieten durchzogen. Zu dieser Zeit hatte die Glockenheide ihre Hochphase. Die Bauern nutzen die Flächen extensiv, sodass die Glockenheide gedeihen konnte. In Nordwestdeutschland kam die Art am häufigsten vor, während es im Osten von Deutschland ganz anders aussah. Die Glockenheide mag das atlantisch geprägte Klima. Sie braucht milde Winter und genügend Niederschlag. Weiter östlich wird das Wetter trockener und im Winter kälter.  

Die Glockenheide ist nicht nur ein Hingucker, sondern wurde früher auch kulinarisch verwertet. Man bereitete aus ihr Tee oder Kräuterlikör. Heute würde  man es aber nicht mehr empfehlen, die Pflanze zu essen. Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass die Glockenheide nicht ganz so gut verträglich ist.

 Wenn Ihnen die Glockenheide mal in einem Garten begegnet, dann wird es wahrscheinlich die Schneeheide (Erica carnea) sein. Die Schneeheide ist eine verwandte Art und wird gerne in Gärten oder auf Friedhöfen gepflanzt. Sie wird seit langem gezüchtet und es gibt sie in vielen Farben. Die Besenheide (Calluna vulgaris) ist auch eine typische Art der Heidelandschaften. Allerdings mag sie lieber die Trockenheit. Sie kommt in Heiden und an Weg- und Waldrändern vor und fühlt sich auf den trockenen, sandigen Böden sehr wohl.

Doch es wird immer schwieriger für die Glockenheide klar zu kommen. Es wird mehr gedüngt, Flächen werden mithilfe von Gräben entwässert und ungenutzte Flächen werden nicht mehr gemäht und verbuschen.

Umso wichtiger ist der Hotspot 22! Das Projekt führt Maßnahmen durch, damit Heidegebiete nicht verbuschen. Im Recker Moor oder im Gildehauser Venn kann man die Glockenheide, auch dank der Arbeit des Hotspots-Projekt, noch antreffen. 




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