Das Projekt

Kleiner Feuerfalter auf Besenheide

Das Projekt "Wege zur Vielfalt - Lebensadern auf Sand" hat sich den Erhalt und die Vernetzung nährstoffarmer Sandstandorte als Ziel gesetzt. Sie sind das gemeinsame Charakteristikum in der Hotspot 22-Region südliches Emsland und nördliche Westfälische Bucht. Häufig sind solche Standorte noch als lineare Strukturen an Wegesäumen oder Ufern von Still- und Fließgewässern zu finden. Beispielhaft ist hier die Ems zu nennen, die als in Mitteleuropa einzigartiger Sandfluss eine wichtige Verbindungsachse innerhalb des Hotspots ist. Daneben sollen als "Quellbiotope" die großflächigeren Schwerpunktvorkommen wie Heiden und als Magerrasen als in den Schutzgebieten optimiert werden. Interessengruppen und die Bevölkerung vor Ort sollen teilhaben an der Umsetzung und Evaluation des Projekts und so für die biologische Vielfalt sensibilisiert werden.

Das Projekt „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“ ist als erstes Hotspot-Projekt in Deutschland vom Bundesamt für Naturschutz bewilligt worden und hat am 31. 10. 2013 begonnen. Die Laufzeit beträgt sechs Jahre. Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt mit 75% der Gesamtkosten. Die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen beteiligen sich mit 15% an den Kosten. Die fachliche Begleitung liegt beim Bundesamt für Naturschutz als Bewilligungsbehörde.

Koordiniert wird das sechsjährige Projekt vom Kreis Steinfurt. Verbundpartner sind in Nordrhein-Westfalen die Biologische Station Kreis Steinfurt e.V., die Biologische Station Zwillbrock e.V. und die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU). In Niedersachsen sind es die Stadt Lingen (Ems), die Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland und der Landkreis Grafschaft Bentheim. 
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Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist eine vordringliche gesellschaftliche Aufgabe, zu der sich Deutschland durch die Unterzeichnung des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt verpflichtet hat.  Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt soll den andauernden Schwund an Arten und Lebensräumen stoppen und in einen positiven Trend umkehren. 
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In den 30 Hotspots der Biologischen Vielfalt in ganz Deutschland gibt es noch eine vergleichsweise hohe Anzahl und Dichte an seltenen Tieren, Pflanzen und Lebensräumen. Diese „Schatzkästen der Natur“ sind prädestiniert, beispielhaft Wege zum Erhalt und zur Entwicklung einer vielfältigen und erlebbaren Landschaft aufzuzeigen. Wichtig: Unterschiedliche Akteure wirken zusammen und setzen sich für die biologische Vielfalt in ihrer Region ein. 

Derzeit (Stand: Dezember 2015) laufen drei weitere Hotspot-Projekte:

Lebensader Oberrhein - Naturvielfalt von nass bis trocken

Schatz an der Küste - Nachhaltige Entwicklung zum Schutz der biologischen Vielfalt in der Region Vorpommersche Boddenlandschaft und Rostocker Heide 

Alpenflusslandschaften – Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze

Hotspot Region


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