Maßnahmen im Kreis Steinfurt - Wegränder im Fokus

Im Kreis Steinfurt ist die Anlage und Optimierung blütenreicher Wegränder ein Maßnahmenschwerpunkt innerhalb des Hotspot-Projekts. In der intensiv genutzten Kulturlandschaft können Wegsäume für Tiere und Pflanzen der Feldflur wichtige Rückzugsgebiete sein und zugleich als lineare Strukturen Lebensräume miteinander vernetzen. Ein großes ökologisches Potenzial, das oftmals nicht ausgenutzt wird. Düngereinträge aus angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen und eine aus ökologischer Sicht ungünstige Pflege verhindern bislang oft, dass Wegsäume als „Lebensadern auf Sand“ fungieren können.

Weil Wegsäume keine Produktionsräume und zum überwiegenden Teil im öffentlichen Besitz sind, bieten sie günstige  Voraussetzungen für eine Optimierung. Im Projekt werden verschiedene Möglichkeiten zur Optimierung von Wegesäumen angewendet, z.B.

  • Nach- oder Neueinsaat mit Regio-Saatgut
  • Anreicherung durch Mahdgutübertragung oder Heudrusch von geeigneten Spenderflächen
  • Änderung des Pflegeregimes, z.B. Verschiebung des Mahdzeitpunktes, Mähen und Abräumen statt Mulchen
  • Entfernen von beschattenden Gehölzen
Blütenreicher Wegsaum im NSG Vogelpohl

Blühstreifen für die Brechte

Ein breiter Blühstreifen sorgt zukünftig für mehr Blütenreichtum in der Brechte. Angelegt wurde der Blühstreifen auf einem breiten Grasweg, der im Besitz der Gemeinde Wettringen ist und für die Bewirtschaftung der angrenzenden Flächen kaum benötigt wird. Bislang bestimmten Gräser wie Rotschwingel und Straußgras die Vegetation des Weges. Blühaspekte gab es kaum. Der zentrale Bereich des Weges wurde auf einer Breite von vier Metern gefräst und mit Regio-Saatgut eingesät. Der Blühstreifen soll zukünftig einmal im Jahr im September gemäht werden. 

Der Weg ist eingebettet in Flächen, die dem Feuchtwiesenschutz dienen. Hier brüten unter anderem der Große Brachvogel und das Schwarzkehlchen. Der Blühstreifen bietet nach der Wiesenmahd im Juni ein wertvolles Blütenangebot, das Insekten anlockt und damit auch das Nahrungsangebot für Vögel verbessert.

Anlage des Blühstreifens im Herbst 2016

Blütenreiche Säume im Recker Moor

Am Südrand des Recker Moors wurde im Herbst 2014 auf zwei Kilometer Länge ein Wegeseitenstreifen neu hergerichtet. Dazu wurden aufkommende Strauchweiden und Späte Traubenkirschen gerodet, Erlen auf den Stock gesetzt und einzelne kleine Bäume entfernt. Flache Grabenstrukturen am Wegrand sind mit Sand aus einer Blänkenerweiterung aufgefüllt worden.

Bereits im Winter wurde auf einem kleinen Abschnitt Material von einer gemähten Heidefläche aufgebracht. Im Frühjahr 2015 erfolgt dann die Einsaat eines blütenreichen Saumes mit regionalem Saatgut. Einige Bereiche bleiben der natürlichen Sukzession überlassen.

Auftrag mit gemähter Heide
Spenderfläche Heide

Hotspot Region


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