Maßnahmen im Landkreis Emsland

Neuanlage von Sandlebensräumen als Trittsteinbiotope im FFH-Gebiet Emstal und der angrenzenden Kulturlandschaft

2014 wurden drei Flächen von jeweils rund 6000 m² Größe als artenreiche Sandlebensräume neu geschaffen. Die Flächen waren zuvor als Wildacker genutzt worden und boten heimischen Tier- und Pflanzenarten nur sehr begrenzt Lebensraum. Von einer Fläche wurden rund 3000 m³ Kompostboden abgetragen. Dieser war einige Jahre zuvor aufgetragen worden. Sein sehr hoher Nährstoffgehalt förderte ein negatives, massives Wachstum von Problemunkräutern wie z. B Brennnesseln. Auf den wieder freigelegten, ursprünglichen Sandboden wurde dann eine artenreiche, regionale Saatgutmischung für Sandlebensräume ausgebracht.

Frühjahr 2014
November 2014
Frühjahr 2014 Brennnesselflur
November 2014

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Die beiden andern Flächen wurden tiefgepflügt, um das unerwünschte Samenpotential von Problemunkräutern nach unten und den Sand nach oben zu bringen. Auch hier erfolgte eine Einsaat mit artenreichem regionalem Saatgut. Die Einsaat mit der regionalen Saatgutmischung heimischer Arten, sollte die Einwanderung von invasiven und unerwünschten Problempflanzen auf die neugeschaffene Fläche verringern. Zudem fehlen, durch den fortschreitenden Biodiversitätsverlust, viele der Arten in der Nachbarschaft, die eine erfolgreiche Wiederbesiedlung ermöglichen würden. Die Flächen befinden sich in Listrup in unmittelbarer Emsnähe und in Bexten in der Gemeinde Salzebergen. In einem Radius von 2 bis 5km Entfernung voneinander.

Flächenvorbereitung

 

Veranstaltung „Kräuterhexereien“

Bei der Herrichtung der neuen Sandlebensräume in Bexten, gab es eine wirklich wunderbare Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftsjagd Bexten. Zum Abschluss fand eine großartige Umweltbildungsveranstaltung zu dem Thema „Kräuterhexereien“ mit der örtlichen Schule statt.

 

Erhaltung Lebensraum von Kammmolch, Zauneidechse, Sonnentau und u. a.

Im Emsland sind die Rote Liste Arten Kammmolch, Zauneidechse, Kreuzkröte, Sonnentau und Sumpfbärlapp nur selten zu finden. Im Ems-Seitenkanal Gleesen-Papenburg bei Hemsen sind sie seit vielen Jahrzehnten zu Hause. Nun war ihr Lebensraum bedroht. Starker Gehölzaufwuchs und die Verkrautung zweier Teiche nehmen den Pflanzen und Tieren Licht und Raum zum Leben. In Kooperation mit dem Flächeneigentümer, dem Wasser- und Schifffahrtsamt Meppen, dem NABU und dem Angelsportverein Hemsen-Borken,  wurden dort die aufgeschlagenen Traubenkirschen, Kiefer, Weiden und Birken entfernt und die Teiche entkrautet. Nun hoffen wir, dass sich der Kammmolch seine ursprünglichen Laichgewässer zurückerobert und auch die anderen Arten sich dort wieder ausbreiten können.

Renaturierungsmaßnahmen
Kammmolch

 

Schneitelung von Eichen in der Meppener Kuhweide

Bei dem NSG Meppener Kuhweide handelt es sich um eine alte Allmende Weide. Das heißt sie wurde von allen Dorfbewohnern gemeinsam für ihr Vieh genutzt. Die darauf stehenden Eichen wurden regelmäßig geschneitelt, die abgeschnittenen Äste als Einstreu und Winterfutter genutzt. Zudem wurde durch das wiederkehrende Abschneiden die Produktion von Eicheln für die Schweinemast stark angeregt. Rund 80 Jahre führte auf der kulturhistorisch bedeutenden Weide an der Ems niemand die Schneitelungen durch. Die sich ausbreitenden Eichen verdunkeln die seltenen und wertvollen Pflanzen der Sandlebensräume zusehends. Der Laubeintrag führt zu einer negativen Zunahme der Nährstoffe. Um dem entgegen zu wirken und die Lebensräume zu erhalten, wurden auf ca. 1 ha wieder Schneitelarbeiten durchgeführt.

Januar 2014
Februar 2014

 

Staffellauf für die Natur

Zur Auftaktveranstaltung des Projektes im April fand ein Staffellauf von Meppen bis zum Veranstaltungsort in Hörstel statt. Rund 200 Teilnehmer haben dabei die Projektfahne über 100 km  in zwei Tagen weitergereicht. Viele unterschiedliche Teilnehmergruppen (Reiter, Läufer, Fahrradfahrer, Bootsfahrer, Jäger, Kutschfahrer Inlineskater) haben die Fahne einander übergeben und auf ihr unterschrieben.

Hotspot Region


Veranstaltungen

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