Hotspot des Monats Januar: Die Hauswinkelspinne

11.01.2019


Harmloser Horror

Für Arachnophoben und schreckhafte Menschen ist sie der blanke Horror – die Hauswinkelspinne. Gerade in der kalten Jahreszeit steigt die Chance auf eine Begegnung mit einer unserer größten Spinnenarten deutlich an.

Die für Menschen ungefährliche Spinne gehört zur Familie der Trichterspinnen. Ihre Nahrung fangen sie, wie der Name schon verrät, mit ihren charakteristischen trichterförmigen Netzen, die sie in engen, dunklen sowie feuchten Verstecken bauen. Die bevorzugte Beute sind Asseln, Mücken und andere Insekten, die von der Spinne betäubt und im Trichter verspeist werden.

Der etwas unheimliche Anblick der Hauswinkelspinne beruht vor allem auf den Borstenhaaren, mit denen ein Großteil des Körpers besetzt ist. Sie tragen nicht nur zum Ekelfaktor bei, sondern haben auch wichtige Funktionen. Die dickeren Borsten dienen dem Abstoßen von Dreck. Etwas kleinere Haare sind mit Geschmacksnerven ausgestattet und werden von der Hauswinkelspinne zur Nahrungssuche verwendet. Hilfreich dafür sind auch die filigransten Haare, die schon auf kleine Luftstöße reagieren und sogar Schall wahrnehmen können.

Hauswinkelspinnen werden 2-4 Jahre alt und überwintern somit. Dass sie zur kalten Jahreszeit in die Häuser kommen, hängt vor allem mit dem besseren Nahrungsangebot dort zusammen. Da auch die Partnersuche in diese Zeit fällt,  verlassen die Spinnen häufiger ihre Verstecke, so dass die Chance auf unerwünschte Begegnungen steigt.  Wem das Zusammenleben mit einer Hauswinkelsperre unmöglich ist, kann sie ins Freie setzen, wo sie gut überleben kann.

Eine weitere Art, die im Winter zum Mitbewohner wird, ist die Große Zitterspinne, deren etwas unordentliche Netze dann viele Zimmerecken zieren. Keine Warmduscher sind dagegen die Baldachinspinnen, die auch im Winter an seidenen Fäden durch die Luft treiben lassen. Andere wie die Sackspinnen dagegen verfallen in eine Kältestarre. Hierfür ziehen sie sich in den Boden zurück und reichern ihre Körperflüssigkeiten mit Zucker an, der wie ein Frostschutzmittel wirkt – die Spinne ist bewegungsunfähig, erfriert aber auch nicht.

Die meisten Spinnenleben enden aber im Herbst. Die Gartenkreuzspinne beispielsweise stirbt, nachdem das Weibchen zuvor noch einen wetterfesten Kokon für ihre Spiderlinge (Jungspinnen) im Versteck platziert hat, aus dem sich im nächsten Jahr die neue Generation entwickelt.  

 

 




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