Hotspot des Monats März: die Erdkröte

05.03.2018


Die Kröten sind los! Autofahrer aufgepasst, auf den Straßen herrscht bald wieder Amphibienalarm!

Im März, nach Ende des Frostes, begeben sich die Erdkröten (Bufo bufo) auf die Wanderung von ihren Landlebensräumen zu den Laichgewässern. Dabei legen sie Distanzen von durchschnittlich einem Kilometer zurück, wobei teilweise auch bis zu drei Kilometer überwunden werden. Ideale Wanderbedingungen bieten feuchte Nächte mit über 5°C. Die meisten Erdkröten bleiben ihren Laichgewässern übrigens treu, sie kehren also stets an das Gewässer ihrer eigenen Geburt zurück.

Die Erdkröte ist eine der häufigsten Amphibienarten Europas und weist mit bis zu 12 cm eine stattliche Größe auf. Sie besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen und ist sowohl in feuchten als auch in trockenen Habitaten zu finden. Aufgrund dieser Anspruchslosigkeit ist die Erdkröte auch so weit verbreitet. Die Oberseite ist in verschiedenen Braun- und Rottönen gefärbt und von vielen warzigen Hautdrüsen übersät. Die Unterseite ist schmutzig weiß und grau-schwarz gesprenkelt.

Besonders gut kann man den Froschlurch an seinen Augen erkennen: Die rot gefärbte Iris ist sehr auffällig und wird durch eine waagerechte Pupille geteilt. Daher ist sie häufig schon von weitem zu erkennen. Die Männchen sind, vor allem in der Paarungszeit, an den schwarzen Brunftschwielen am Daumen zu erkennen.

Diese Schwielen helfen auch bei der Fortpflanzung.  Steigt der Hormonspiegel des Männchens in der Paarungszeit an, so klammert es sich mit ihrer Hilfe von hinten an das kräftigere Weibchen, welches ihn dann Huckepack ins Laichgewässer trägt, wo die Fortpflanzung stattfindet. 

Erdkröten sind regelrechte Explosivlaicher, da sie ihre aus 2000 bis 4000 Eiern bestehenden Laischnüre alle zur selben Zeit ablegen. Die erwachsenen Kröten wandern nach der Fortpflanzung direkt in ihre Landlebensräume zurück. 

Aus den Eiern schlüpfen je nach Wassertemperatur nach zwei bis vier Wochen die Kaulquappen. In vielen Gewässern sind dann Schwärme von tausenden Individuen zu beobachten, die oft in Ufernähe schwimmen. Die Umwandlung(Metamorphose) zur Jungkröte dauert, wieder je nach Wassertemperatur, zwei bis vier Monate. Danach kommt es zu einer massenhaften Abwanderung der Jungkröten aus den Geburtsgewässern, die als „Froschregen“ bezeichnet wird. Die Jungkröten verbleiben zunächst in ihren Landlebensräumen und schließen sich erst nach zwei bis drei Jahren der älteren Generationen bei der Wanderung zu den Laichgewässern an.

Leider muss die Erdkröte während ihrer Wanderung immer häufiger Straßen überqueren, was zu  teilweise hohen Verlusten führt. Deswegen weisen an bekannten Wanderungsrouten Schilder die Autofahrer auf die Krötenwanderung hin. Außerdem errichten ehrenamtliche Naturschützer an gefährdeten Stellen Krötenzäune. Beim Versuch diese Hindernisse zu umgehen, fallen die Amphibien in Fangeimer, die regelmäßig kontrolliert und geleert werden. Dabei werden die gefangenen Kröten gezählt und auf der anderen Straßenseite wieder ausgesetzt. Teilweise werden sogar Krötenunterführungen gebaut um die Tiere auf ihrer Wanderung zu schützen.




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