Das Projekt (Projektabschluss: 30.9.2019)

Kleiner Feuerfalter auf Besenheide

Das Projekt "Wege zur Vielfalt - Lebensadern auf Sand" hat sich den Erhalt und die Vernetzung nährstoffarmer Sandstandorte als Ziel gesetzt. Sie sind das gemeinsame Charakteristikum in der Hotspot 22-Region südliches Emsland und nördliche Westfälische Bucht. Häufig sind solche Standorte noch als lineare Strukturen an Wegesäumen oder Ufern von Still- und Fließgewässern zu finden. Beispielhaft ist hier die Ems zu nennen, die als in Mitteleuropa einzigartiger Sandfluss eine wichtige Verbindungsachse innerhalb des Hotspots ist. Daneben sollen als "Quellbiotope" die großflächigeren Schwerpunktvorkommen wie Heiden und als Magerrasen als in den Schutzgebieten optimiert werden. Interessengruppen und die Bevölkerung vor Ort sollen teilhaben an der Umsetzung und Evaluation des Projekts und so für die biologische Vielfalt sensibilisiert werden.

Das Projekt „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“ wurde als erstes Hotspot-Projekt in Deutschland vom Bundesamt für Naturschutz bewilligt und startete am 31. 10. 2013. Die Laufzeit endete am 30.9.2019. Das Bundesumweltministerium hat das Projekt aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt mit 75% der Gesamtkosten gefördert. Die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen beteiligten sich mit 15% an den Kosten. Die fachliche Begleitung lag beim Bundesamt für Naturschutz als Bewilligungsbehörde.

Koordiniert wurde das sechsjährige Projekt vom Kreis Steinfurt. Verbundpartner waren in Nordrhein-Westfalen die Biologische Station Kreis Steinfurt e.V., die Biologische Station Zwillbrock e.V. und die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU). In Niedersachsen waren es die Stadt Lingen (Ems), die Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland und der Landkreis Grafschaft Bentheim. 
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Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist eine vordringliche gesellschaftliche Aufgabe, zu der sich Deutschland durch die Unterzeichnung des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt verpflichtet hat.  Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt soll den andauernden Schwund an Arten und Lebensräumen stoppen und in einen positiven Trend umkehren. 
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In den 30 Hotspots der Biologischen Vielfalt in ganz Deutschland gibt es noch eine vergleichsweise hohe Anzahl und Dichte an seltenen Tieren, Pflanzen und Lebensräumen. Diese „Schatzkästen der Natur“ sind prädestiniert, beispielhaft Wege zum Erhalt und zur Entwicklung einer vielfältigen und erlebbaren Landschaft aufzuzeigen. Wichtig: Unterschiedliche Akteure wirken zusammen und setzen sich für die biologische Vielfalt in ihrer Region ein. 

Derzeit (Stand: Dezember 2019) sind vier weitere Hotspot-Projekte abgeschlossen oder noch in der Umsetzung:

Lebensader Oberrhein - Naturvielfalt von nass bis trocken

Schatz an der Küste - Nachhaltige Entwicklung zum Schutz der biologischen Vielfalt in der Region Vorpommersche Boddenlandschaft und Rostocker Heide 

Alpenflusslandschaften – Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze

Gipskarst Südharz – Artenvielfalt erhalten und erleben

Hotspot Region


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